Rundbrief

  • Der aktuelle Rundbrief Frühjahr 2020

    Liebe Krimifans,
    der Frühling lockt, wir wollen nach draußen – leider ist das gerade nur relativ eingeschränkt möglich.  Unter stengen Auflagen ist unsere Buchhandlung jetzt wieder geöffnet.
    Um diese Zeit zu überbrücken hier einige spannende Neuerscheinungen.
Während die Buchhandlung geschlossen ist können Sie online bestellen, per E-Mail oder telefonisch, dann senden wir Ihnen die Bücher auch gerne zu. Das Telefon ist im Laden täglich von montags bis freitags von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr besetzt, ansonsten sprechen Sie bitte auf den Anrufbeantworter. In der übrigen Zeit liefern wir die Bücher auch von Haus zu Haus.

    Unsere Lesetipps:

    Zwei aufregende neue Politthriller:
    Horst Eckert »Im Namen der Lüge«
    (Heyne)
    Michael Lüders »Die der Schakale«
    (C.H. Beck)
    Die Autoren verstehen es, mit Personen, denen man gern folgt, realistische Szenarien darzustellen. Und wenn man die Bücher am Ende weglegt, hofft man, dass es doch nie so kommen wird oder befürchtet, dass es bereits Realität sein könnte.

    
Und zwei wortgewaltige (Kriminal)Romane von Frauen,
    die uns begeistert haben:

    Oyinkan Braithwaite »Meine Schwester, die Serienmörderin«
    (Blumenbar) 
    „Ein Granatenbuch: scharf, explosiv, wahnsinnig komisch“ (New York Times Book Review) – und ein Nummer-1-Sunday-Times-Bestseller. Nominiert für den Man Booker Prize 2019.
Schauplatz ist Lagos: Zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Ayoola ist das Lieblingskind, unglaublich schön – und sie hat die Angewohnheit, ihre Männer umzubringen.
Korede ist eher praktisch veranlagt und dafür zuständig hinter ihrer Schwester aufzuräumen: die Krankenschwester kennt die besten Tricks, um Blut zu entfernen, und ihr Kofferraum ist groß genug für eine Leiche.


    Liz Moore, »Long Bright River«
    (C.H. Beck)
    Mickey, Streifenpolizistin, allein erziehend. Ihr Gebiet ist Kensington, Philadelphia, das nach dem Niedergang der Stahlindustrie zu einem Problemviertel geworden ist. Die meisten Läden haben aufgegeben, es gibt noch Minimärkte, Handyshops und Nagelstudios. Viele Häuser sind verrammelt und in ihnen haben sich Penner und Junkies eingenistet. Neben ihrer Arbeit als Polizistin, sorgt sie sich um ihren kleinen Sohn Thomas, für den sie viel zu wenig Zeit hat, um ihre Schwester, die an der Nadel hängt und unauffindbar ist. Die Autorin erzählt spannend, mit viel Empathie über den Alltag von Mickey und ihrer privaten wie beruflichen Welt.

    Außerdem:

    Ron Corbett »Preisgegeben« 
    (Polar)
    ist gerade in der neuen Taschenbuchreihe »Dark Places« erschienen.
Schauplatz ist Kanada. Der polnischstämmige Detective Frank Yakabuski von der Springfield Police kann den abgelegenen Ort Ragged Lake nur mühsam mit dem Schneemobil erreichen. Dort hat es einen Mord an einer Siedlerfamilie gegeben, die zurückgezogen in einer Hütte im Wald gelebt hat.
Corbett führt den Leser in klaustrophobische Winterwelt ein. Es werden harte Leben in einem rauen Land erzählt Der Autor kennt den Norden, seine Menschen und die Schönheit seiner Natur.



    Lisa Sandlin »Family Business«
    (Suhrkamp)
    Nach »Ein Job für Delpha« nun der zweite Roman mit Delpha Wade und Ihrem Boss Tom Phelan. Delpha saß 14 Jahre im Gefängnis, weil sie ihr Leben verteidigt hat. Nur Privatdetektiv Phelan hat ihr eine Chance gegeben und sie als Sekretärin eingestellt. Aber natürlich bleibt es nicht bei Telefondienst und Akten abheften. Delpha mischt kräftig mit.



    Wallace Stroby, »Zum Greifen nah«
    (Pendragon)
    Nach seiner fulminanten Serie mit der Meisterdiebin Crissa Stone holt der Verlag jetzt einen älteren Roman des Autors hervor – im Zentrum Sarah Cross, eine toughe Polizistin.
Der Autor scheint starke Frauen zu lieben 🙂


    Ein alter Bekannter ist zurück mit einem neuen Buch:
    Carlo Lucarelli »Hundechristus« 
    (Folio)
    Seit vielen Jahren taucht er immer mal auf: Commissario De Luca – mal während der Kriegs- mal in der Nachkriegszeit, aber immer sehr lesenswert.
Bologna, 1943: Bei einer Razzia im Milieu der Schwarzhändler stolpert Commissario De Luca über eine Leiche – ohne Kopf. Niemand scheint an dem Mord interessiert, wo doch der Krieg so viele tötet; einzig De Luca beißt sich an dem Fall fest. Er stößt auf abgründige Vernetzungen zwischen faschistischer Miliz, Lockvögeln, Kokainhändlern, Zockern und altem Adel. Da wird Mussolini abgesetzt. Eine Welle der Euphorie erfasst das Land, einige Verdächtige tauchen unter. Doch nur Wochen später stehen die alten Strippenzieher und Spurenverwischer wieder oben. Jetzt muss De Luca seinen eigenen Kopf retten.



    Ganz besonders freut uns auch, dass der ehemalige Kommissar Hunkeler wieder zurück ist!

    Hansjörg Schneider »Hunkeler in der Wildnis«
    (Diogenes)

    Knurrig und schlecht gelaunt wie eh und je – doch Hunkeler lässt nicht locker.
Ein friedlicher, sonniger Sonntagmorgen im Kannenfeldpark in Basel. Plötzlich schreckt ein Schrei Peter Hunkeler bei seinem ersten Kaffee auf: Eine Spaziergängerin hat hinter den Büschen einen Toten entdeckt. Auch wenn er inzwischen in Rente ist, ein Polizist bleibt ein Polizist, zumindest für seine Mitmenschen. Wohl oder übel muss Hunkeler nachsehen…



    Zum Schluss möchten wir noch das Autorenkollektiv Wu Ming
    mit fünf Titeln im Verlag Assoziation A vorstellen, das schon seit Jahren mit viel Ironie die offizielle Geschichte gegen den Strich bürstet.


    Wu Ming »Die Armee der Schlafwandler«
    (Assoziation A, gerade erschienen)
 
    Paris, im Januar 1793: Die Hinrichtung Ludwig XVI. unter der Guillotine steht kurz bevor, ein letzter Versuch zu seiner Befreiung scheitert. Es beginnt die dramatische Phase der Jakobinerherrschaft, der entflammten politischen Leidenschaften, der gegenrevolutionären Verschwörungen und Aufstände.
Der Roman erzählt das epochale Ereignis der französischen Revolution aus der Perspektive des gemeinen Volkes, der rebellierenden Frauen und der Sektionen der aufständischen Kommune von Paris.

    
»Manituana«
    Thema des Romans ist der amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Er beleuchtet das Aufeinanderprallen dreier Welten: die alte Welt der Indianer, die feudale Welt des britischen Empire und die neue Welt der rebellierenden Siedler, deren anbrechende Herrschaft sich auf Kolonisation und Gewalt gegen die autochthone Bevölkerung stützt. Im Mittelpunkt der Handlung steht der legendäre Mohawk-Häuptling Joseph Brant, der gegen die Siedler auf Seiten der Briten kämpft. Der Roman dekonstruiert die Mythen des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs aus Sicht der indianischen Ureinwohner.

    »
54«
    Das Epochenjahr 1954, ein Höhepunkt des Kalten Krieges. Cary Grant trifft sich im Auftrag des Secret Service in einer bizarren diplomatischen Aktion mit Tito. Über Neapel lanciert der Mafioso Lucky Luciano den weltweiten Drogenhandel. In einer Bar in Bologna treffen sich ehemalige Partisanen, Schmuggler, Agenten, junge Kommunisten. Sie alle bewegen sich auf dem großen Spielfeld der Geschichte.
Dem italienischen Autorenkollektiv Wu Ming ist ein großer Wurf gelungen, ein faszinierendes Fresko voller überraschender Wendungen, in dem Geschichte neu entdeckt und erfunden wird.
 

    »Kriegsbeile«
    Das Buch hebt einen wahren Schatz an Widerstandsgeschichten, der von den Partisanenkämpfen gegen die deutschen Besatzer in Italien bis hin zu den Brigadisten reicht, die im Indochinakrieg an der Seite der Vietminh kämpften. Der Roman gibt den Partisanen dieser Welt die Würde zurück.
 

    »Altai«
    Das Osmanische Reich führt Krieg gegen Venedig und erobert die Insel Zypern, erlebt aber in der Seeschlacht von Lepanto eine vernichtende Niederlage. Die Handlung des Buches führt uns in die Geschichte einer Auseinandersetzung von historischer Dimension. „Altai“ ist ein Roman über Verfolgung, religiöse Toleranz und die Ursprünge der Moderne.
 



    In dieser angespannten Zeit wünschen wir Ihnen trotz all der Einschränkungen Muße zum Lesen.

    Bleiben Sie gesund ! 

    Ihr
 glatteis-Team


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